Tagebuch einer fabelhaften Reise
KinderKulturkarawane 2007 (14 Mai bis 8 August)
Diesen Sommer war unsere Escuela de la comedia y el mimo drei Monate in Europa auf Tournee. Dazu eingeladen wurden wir, wie auch schon zwei Jahre zuvor, von der KinderKulturKarawane. Mit einem sehr vollen aber auch vergnüglichen Terminkalender präsentierten wir uns in verschiedenen Städten Deutschands und der Schweiz. Wir hatten Auftritte in Schulen, Zirkussen, Kirchen, Therater, Pärken auf Plätzen und an anderen Orten.
Wir waren auch in Berlin, der Hauptstadt Deutschlands, wo wir an einem Festival für Kinder auftreten konnten. Auch profitierten wir davon diese immense und wunderschöne Stadt kennenzulernen und einige berühmte Plätze zu besichtigen. So zum Beispiel Die Mauer, das Brandenburger Tor, den Checkpoint Charly, den Fernsehturm, den Reichstag und andere interessante Orte Berlins. Wir waren zudem in einem Radioprogram zu hören, wo wir über Nicaragua, unsere Gebräuche, Flora und Fauna und über Costa Rica sprachen.
In diesem Jahr haben wir auch Armando Vega, einen jungen, sehr guten Jongleur vom Zirkusprojekt aus Costa Rica eingeladen mit uns auf Tournee zu kommen. Er hat in vielen unserer Workshops in Longo-Mai mitgemacht und war auch in unsere Schule in Granada eingetreten. Zu verschiedenen Gelegenheiten ist er schon mit unserer Gruppe aufgetreten und nun auch auf unserer Tournee.
Wir haben des weiteren die Dokumenta 12 in Kassel besucht. Eine der wichtigsten internationalen Kunstausstellungen, die alle 5 Jahre in dieser Stadt zustande kommt und bei der Künstler aus der ganzen Welt ihre Werke ausstellen. Die Dokumenta dauerte 100 Tage. Einige Artisten waren ziemlich verrückt aber auch lustig.
In Kunsterdingen (in der Nähe von Tübingen), trat die Escuela in einer Schule auf und veranstaltete nach dem Auftritt noch einen Workshop für die Kinder. Dort war auch ein Journalist aus Tübingen anwesend, welcher unsere Inszenierung am nächsten Tag als "Spektakel des Tages" zitierte. Die Tage zuvor hatte es sehr viel geregnet aber am Tag der Vorstellung war es schön und der Ort unter freiem Himmel wo wir auftraten, füllte sich rasch mit etwa 500 Personen. Zum Schluss stampften einige Leute sogar mit den Füssen um uns zu applaudieren.
Unsere Spender aus der Schweiz -EEF- ermöglichten uns nicht nur unsere Tournee in diesem Land, sondern auch den Besuch der berühmtesten Clownschule der Schweiz, der Dimitri-Schule. Diese befindet sich im Tessin, dem Süden der Schweiz. Dimitri persönlich empfing uns am Tag unserer Ankunft und wir verbrachten ein angenehmes Abendessen mit ihm und seinen Leuten, nachdem wir eine faszinierende Darbietung von drei Ex-Schüler seiner Schule zu Gesicht bekommen hatten. Dies waren alles professionelle Artisten. Einige seiner Schüler erzählten uns, wie die Dimitri-Schule zustande gekommen war und zeigten uns das Museum der Schule. Wir sahen zudem eine Präsentation der Schüler, die jetzt im zweiten Jahr studieren und wir waren alle sehr erstaunt über die Techniken, die sie beherrschen.
Alexei, der russische Akrobat und Lehrer der Schule, veranstaltete mit uns einen Workshop. Er sagte wir hätten ein gutes akrobatisches Niveau und korrigierte nur einige Details. An diesem Nachmittag traten wir vor den Schülern der Dimitri-Schule und eingeladenen Gästen auf. Alle waren überrascht von unserem Stück und haben uns dazu gratuliert.
In der Schweiz, lernten wir dieses Mal die Alpen kennen und bekamen auch ein wenig Schnee zu Gesicht. Das war wirklich ein abenteuerliches Erlebnis. In Bern, der Hauptstadt der Schweiz, traten wir an der 5 jährigen Jubiläumsfeier des EEF auf und wurden sehr beklatscht und bejubelt. Wir reisten auch zu der Präsentation des Zirkus Fantazztico aus Costa Rica der sich auch gerade in der Schweiz aufhielt und in dem Kinder zusammen mit freiwilligen Helfern auftreten. Wir unterstützen dieses Zirkusprojekt seit 2003 indem wir einmal jährlich nach Longo-Mai reisen und dort Workshops veranstalten.
In Duisburg nahmen wir für eine Woche am Fest der Farben teil. Bei unserer Ankunft und zum Schluss unseres Aufenthaltes präsentierten wir je eines unserer zwei Stücke. Während der Woche gaben wir den Kindern dort Unterricht in verschiedenen Disziplinen: Jonglieren, Akrobatik, Diabolo, sowie Phantomime. Das Resultat war super und zum Schluss gab es auch noch eine Aufführung. Die Eltern und Organisatoren gratulierten uns, dass wir dies den Kindern ermöglicht haben. Es war eine schöne Zeit und die Kinder verabschiedeten sich mit einem Lachen auf dem Gesicht und Tränen in den Augen von ihren nicaraguanischen Lehrern...
Auf der Insel Sylt trafen drei Zirkusgruppen aus drei Kontinenten (Europa, Afrika, Mittelamerika) zusammen. In der ersten Woche führte jede Gruppe ihre Stücke auf und in der darauf folgenden Woche haben wir die drei Präsentationen auf interessante und lustige Weise kombiniert. Die afrikanische Gruppe ist wirklich sehr gut. Sie heissen Mutoto Chaud und reisten auch mit der KinderKulturKarawane durch Deutschland.
Es gäbe immer noch viele Anekdoten unserer dreimonatigen Tournee zu berichten. Im ganzen realisierten wir während unseres Aufenthaltes in Europa 62 Auftritte und 15 Workshops in 17 verschiedenen Städten und Dörfern. Auf der Webseite: www.kinderkulturkarawane.de gibt es einige Berichte über uns zu lesen so wie auch Interviews.
Voller Glück und Stolz kann ich euch sagen, dass wir grossen Erfolg feierten und zufrieden und motiviert in unser Nicaragua und unsere Stadt Granada zurückgekehrt sind um mit unserem Projekt fortzufahren.
Post new comment